Zikavirus

Das Zikavirus ist ein von Stechmücken übertragenes Virus, das hauptsächlich durch den Stich der Gattung Aedes aegypti verbreitet wird. Diese Gattung von Stechmücken ist auch für die Übertragung der Viren verantwortlich, die Denguefieber und Chikungunyafieber auslösen. Ausbrüche des Zikavirus wurden in Afrika, Südostasien, verschiedenen Inselstaaten im pazifischen Raum und Mittel- und Südamerika gemeldet, insbesondere in Brasilien.

Was ist das Zikavirus?

Das Zikavirus ist ein von Stechmücken übertragenes Virus, das hauptsächlich durch den Stich der Gattung Aedes aegypti verbreitet wird. Diese Gattung von Stechmücken ist auch für die Übertragung der Viren verantwortlich, die Denguefieber und Chikungunyafieber auslösen11,2. Das Zikavirus ist ein von Stechmücken übertragenes Virus, das hauptsächlich durch den Stich der Gattung Aedes aegypti verbreitet wird. Diese Gattung von Stechmücken ist auch für die Übertragung der Viren verantwortlich, die Denguefieber und Chikungunyafieber auslösen2.

Was sind die Symptome?

Etwa ein Fünftel aller mit dem Zikavirus infizierten Betroffenen entwickeln Symptome. Diese umfassen ein akutes leichtes Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen und Bindehautentzündung. Die Erkrankung verläuft zumeist leicht. Symptome halten mehrere Tage bis eine Woche an. Eine Behandlung im Krankenhaus ist meist nicht erforderlich und Todesfälle durch das Zikavirus sind selten2

Bei Schwangeren wurde die Übertragung des Zikavirus auf den Fötus nachgewiesen. Bei dem aktuellen Ausbruch in Brasilien (2015/2016) wurde zudem ein deutlicher Anstieg der Fälle von Mikrozephalie bei Neugeborenen gemeldet3,4. Mikrozephalie ist ein Geburtsfehler, bei dem der Kopf von Kindern im Vergleich zu Kindern vom selben Geschlecht und Alter kleiner ist. Bei Kindern mit Mikrozephalie kommt es häufig zu einer Fehlbildung des Gehirns. Zurzeit ist nicht bekannt, welcher Anteil der Mikrozephalie-Fälle auf eine Zikavirus-Infektion zurückzuführen ist und welche Faktoren das Risiko für den Fötus erhöhen4,5

Wie wird es übertragen?

Das Zikavirus wird durch den Stich infizierter Mücken von Person zu Person übertragen. Die Mücken infizieren sich mit dem Zikavirus, wenn sie eine infizierte Person stechen. Ist die Mücke einmal infiziert, überträgt sie das Virus durch ihren Stich auf andere Personen.

Wie kann einer Infektion vorgebeugt werden?

Es gibt keine Impfung gegen das Zikavirus. Wichtigste Vorbeugemaßnamen sind die Aufklärung über Risikofaktoren, die Vermeidung von Mückenstichen und die Vernichtung von Brutstätten. Beim Aufenthalt im Freien wird nachdrücklich empfohlen, die Haut möglichst mit langer Kleidung zu bedecken, wie langärmligen Oberteilen und langen Hosen, und Insektenschutzspray zu verwenden. Zudem werden die Verwendung von Fenster- und Türschutzgittern und der Aufenthalt in Räumen mit Klimaanlage empfohlen.

Stechmücken pflanzen sich durch die Ablage von Eiern in oder in der Nähe stehender Gewässer fort, wozu auch Eimer, Schalen, Fressnäpfe, Blumentöpfe und Vasen zählen. Stechmücken können mehrere hundert Eier an den Wänden wassergefüllter Behälter legen. Wenn die Eier mit Wasser bedeckt werden, schlüpfen die Larven und entwickeln sich innerhalb einer Woche zum erwachsenen Tier. Sie sind sehr aggressiv, stechen tagsüber und ernähren sich vom Blut der gestochenen Person2. Sie können im Innenbereich und im Freien in der Nähe von Menschen leben. Zur Reduzierung der Anzahl von Stechmücken in und außerhalb von Gebäuden empfiehlt es sich, stehendes Wasser aus Behältern wie Blumentöpfen und Eimern und auch Gegenständen wie alten Reifen oder Müll zu entfernen2

Bis genauere Informationen vorliegen, empfiehlt das US-Center for Disease Control and Prevention Schwangeren aus Vorsichtsgründen, Reisen in Zikavirus-Ausbruchsgebiete zu meiden, unabhängig davon, in welchem Trimester sie sich befinden. Zudem sollten Frauen, die eine Schwangerschaft in Betracht ziehen, ärztlichen Rat suchen, bevor sie in diese Gebiete reisen, und zudem ähnliche Vorsichtsmaßnahmen treffen3.

Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufene gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite (PHEIC)

Am 1. Februar 2016 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Sitzung einberufen, um die Cluster von Mikrozephalie und anderen neurologischen Erkrankungen zu besprechen, bei denen ein Zusammenhang mit dem Zikavirus-Ausbruch in Brasilien vermutet wird. Die WHO hat das Zikavirus zu einer „Gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite“ (public health emergency of international concern – PHEIC) erklärt. Die WHO hat eine Reihe von Empfehlungen ausgesprochen, darunter insbesondere 1) eine verbesserte Aufklärung über Risiken in vom Zikavirus betroffenen Ländern, 2) eine verschärfte Förderung von Vektorkontrollmaßnamen und geeigneten persönlichen Schutzmaßnahmen, 3) die Bereitstellung der erforderlichen Informationen und Materialien für Frauen im gebärfähigen Alter, um das Risiko einer Infektion zu senken, und 4) eine entsprechende Beratung von Schwangeren, die sich mit dem Zikavirus infiziert haben, sowie eine Nachverfolgung des Geburtsergebnisses6.

Wie kann man sich schützen

  1. Benutzen Sie Insektenschutzmittel
  2. Schließen Sie Fenster und Türen
  3. Verwenden Sie Ventilatoren und aktivieren Sie die Klimaanlage
  4. Verwenden Sie, wenn vorhanden, elektronische Stechmückenvertreiber
  5. Bringen Sie Moskitonetze an Ihrem Bett an
  6. Tragen Sie lange Kleidung, auch während des Tages
  7. Bedecken Sie ihre Haut, vergessen Sie das Gesicht und die Augenpartie nicht – Stechmücken finden jede unbedeckte Stelle

Wie können Sie Ihre Kunden und Mitarbeiter schützen

  1. Eimer und andere Gefäße, die Wasser aufbewahren sollten umgedreht werden
  2. Überprüfen Sie Regenrinnen und Blumentopfuntersetzer nach stehendem Wasser
  3. Entleeren Sie Blumenvasen
  4. Reinigen Sie verstopfte Abflüsse
  5. Bringen Sie Moskitonetze an den Fenstern und Türen an
  6. Lassen Sie die Ventilatoren während des Tages und der Nacht angeschaltet
  7. Untersuchen Sie Wassertanks auf beschädigte und verstopfte Filter
  8. Informieren Sie die Mitarbeiter wie man die Schädlingsausbreitung vor Ort verhindert
  9. Setzen Sie sich mit einer professionellen Schädlingsbekämpfungsfirma in Verbindung
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